Kuchen retten: Marmorkuchen mit Nougatcreme
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Kuchen retten Teil 1: Marmorkuchen mit Nougatcreme

Das passiert uns allen mal: Man bäckt einen Kuchen, der einfach nicht aus der Form will oder zerbricht. Kann man so einen zerbrochenen Kuchen noch retten? Ich sage ja und verrate dir gleich meine besten Tipps und Tricks, wie du einen misslungenen Kuchen doch noch retten kannst.


Peinlich aber wahr…was ich normalerweise nie herzeigen würde…

Zuerst dachte ich, der Blogpost für diese Woche zerbröselt vor meinen Augen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Geplant war nämlich ein saftiger Marmorkuchen nach Rezept von meinem Opa. Doch meine Backform war zu klein, der Teig lief beim Backen über den Rand und es war unmöglich, den Kuchen im Ganzen aus der Form zu bekommen. Was du also jetzt gleich zu sehen bekommst, wirst du hier nicht oft sehen. Denn all die misslungenen, zerbrochenen und verunfallten Kuchen von mir schaffen es normalerweise nicht auf den Blog. Bis jetzt. Denn als ich mich noch über den zerbrochenen Kuchen ärgerte, hatte Herr Abenteuerkekserl schon die ersten Ideen, wie man den misslungenen Kuchen retten könnte. Seine Ideen waren gut und ich wollte den Versuch wagen – immerhin war der Marmorkuchen bis dorthin genug Arbeit und es wäre schade gewesen, ihn nicht zu genießen. Halte dich also fest, am besten setzt du dich hin, denn jetzt zeige ich dir den Marmorkuchen, der einfach nicht aus der Form wollte.

zerbrochenen Kuchen retten - Marmorkuchen mit Nougatcreme
zerbrochenen Kuchen retten – Marmorkuchen mit Nougatcreme

Ideen, wie man misslungene Kuchen retten kann:

Was tun, wenn der Kuchen nicht aus der Form geht?

  • Retten, was zu retten ist! Versuche, den Kuchen möglichst ganz aus der Form zu bringen. Vielleicht hilft es, den Rand etwas abzuschneiden oder vorsichtig mit einem Messer zwischen Backform und Kuchen entlang zu schneiden.
  • Wenn nur Teile des Kuchens abgebrochen sind, kannst du versuchen, diese mit Glasur oder geschmolzener Schokolade wieder „anzukleben“ und den Kuchen danach großzügig mit Glasur oder Schokolade zu überziehen, damit das Malheur nicht auffällt.
  • Schneide den Kuchen so zu, dass der Unfall nicht auffällt. Ähnlich wie ich es gemacht habe. Vielleicht hat der Kuchen dann eine etwas andere Form, aber mit etwas Glasur oder Creme fällt das unter Umständen garnicht auf.
  • Bekommst du den Kuchen garnicht aus der Form, bleibt immernoch die Möglichkeit aus den Krümeln Cake Pops zu machen. Kratze dafür den Kuchen aus der Form, zerkrümle ihn gut und mische die Krümel mit genug Frischkäse, damit eine formbare Masse entsteht. Aus dieser Masse formst du kleine Kugeln, die du mit Schokolade überziehst.
Photo by Suzy Hazelwood on Pexels.com

Was tun, wenn der Kuchen nicht durch ist?

  • Bevor du einen Kuchen aus dem Ofen holst: Mache die Stäbchenprobe! Dafür stichst du mit einem Holzspieß (z.B. einem Zahnstocher) in den Kuchen. Wenn Teig am Stäbchen klebt, ist der Kuchen noch nicht durch und muss länger im Ofen bleiben.
  • Wenn du erst beim Anschneiden siehst, dass der Kuchen nicht ganz durch ist, kannst du aus den durchgebackenen (trockenen) Teilen wie oben beschrieben Cake Pops machen.
  • Ein Schokoladenkuchen, der nicht ganz durchgebacken ist, geht eventuell als Brownie durch. 😉

Was tun, wenn der Kuchen zu trocken ist?

  • Nein, die Schallplatte hat keinen Sprung – es ist hier auch wieder eine Hilfe: Du kannst den Kuchen zerkrümeln und daraus wie weiter oben beschrieben Cake Pops machen.
  • Tränke den Kuchen! Dafür piekst du z.B. mit einem dünnen Spieß oder Zahnstocher viele Löcher in den Kuchen und übergießt ihn vorsichtig mit einer Flüssigkeit. Bei Schokokuchen passt z.B. gut Kaffee. Bei hellen Kuchen bietet sich Fruchtsaft, Milch oder sogar ein Likör an – je nachdem was geschmacklich zum Kuchen passt.
  • Überziehe den Kuchen! Ein Zuckerguss, der einige Stunden einziehen kann oder eine Joghurtglasur wirken manchmal Wunder. Für den Zuckerguss nimmst du 200 g Staubzucker und verrührst ihn mit 3-4 EL Wasser oder Zitronensaft.
    Eine Joghurtglasur kannst du aus 200 g Staubzucker und einigen Esslöffeln Joghurt anrühren – gib soviel Joghurt zur Glasur, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.

Natürlich kommt es im Idealfall garnicht dazu, dass du einen Kuchen oder ein Gebäck retten musst. Am Besten du schaust dir kurz meine Tipps für das Gelingen jedes Rezeptes an:

7 Tipps, damit dir jedes Rezept gelingt

Übung macht den Meister. Das gilt auch für’s Kochen und Backen. Damit dir aber trotzdem jedes Rezept beim ersten Versuch gelingt, verrate ich dir heute meine 7 Top-Tipps.

Ich hoffe, dass dir meine Tipps helfen, wenn mal ein Kuchen daneben gehen sollte. Hast du noch einen Tipp, wie man Kuchen retten kann? Dann hinterlasse ihn gerne in den Kommentaren, ich bin gespannt! 🙂

So habe ich meinen Marmorkuchen gerettet, der nicht aus der Form wollte:

Zuerst habe ich den Kuchen oben gerade geschnitten – also gerettet, was zu retten war.
Aus den abgeschnittenen Resten werden Cake Pops gemacht – dazu nächste Woche mehr.

Anschließend habe ich die Nougatcreme in Rosetten auf den Kuchen aufdressiert, um die Schnittfläche zu verdecken.
Weiter unten siehst du, dass ich auf den fertigen Kuchen noch ein paar Zuckerperlen zur Deko aufgelegt habe.

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Gerettete Grüße und alles Liebe,

Patricia


Marmorkuchen mit Nougatcreme

Zutaten Marmorkuchen für eine Kastenform:

  • 500 g glattes Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver (15 g)
  • 250 g Butter
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker (8 g)
  • 1 Prise Salz
  • 4 Eier
  • 250 ml Milch
  • 30 g Backkakao

Zutaten Nougatcreme:

  • 100 g Sahne
  • 50 g Zartbitter-Kuvertüre gehackt
  • 200 g Nuss-Nougat Masse (schnittfest)

Außerdem:

  • Zuckerperlen für die Deko
  • Spritzbeutel mit Sterntülle
  • Kastenform

Zubereitung:

Für den Kuchen eine Kastenform gut ausfetten und beiseite stellen. Das Backrohr auf 175°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Butter, Zucker, Vanillezucker, Salz und Eier mit dem elektrischen Mixer schaumig rühren. Das Mehl mit dem Backpulver vermischen und abwechselnd mit 200 ml Milch unter die Butter-Zucker-Masse rühren.

Den Teig halbieren und eine Hälfte mit der restlichen Milch und dem Backkakao vermischen.

Die Teige nun abwechselnd in die Form füllen. Ein besonders schönes Muster gibt es, wenn du abwechselnd je einen Esslöffel hellen und dunklen Teig immer in die Mitte der Form gibst. Zum Schluss die Form vorsichtig hin und her bewegen, damit sich der Teig gleichmäßig in der Form verteilt.

Den Marmorkuchen im heißen Ofen bei 175°C Ober- und Unterhitze etwa 1 Stunde und 15 Minuten backen. (Stäbchenprobe machen!) Den fertigen Kuchen aus dem Ofen holen, zuerst in der Form abkühlen lassen, dann vorsichtig aus der Form lösen und komplett auskühlen lassen.

Inzwischen für die Nougatcreme die Sahne erhitzen und über die gehackte Schokolade gießen. Kurz stehen lassen und dann vorsichtig so lange rühren, bis eine homogene, glänzende Schokomasse entstanden ist. Das Nougat in Würfel schneiden und zur Schokomasse geben. Mit dem elektrischen Mixer auf mittlerer Stufe solange rühren, bis Nougat und Schokomasse sich verbunden haben und zu einer cremigen, luftigen Masse geworden sind.

Die Nougatcreme in eine Spritzbeutel mit Sterntülle füllen. Auf den erkalteten Kuchen Rosetten und Tupfen aufdressieren. Anschließend nach Belieben mit Zuckerperlen verzieren.

  • Kuchen retten: Marmorkuchen mit Nougatcreme
  • Kuchen retten: Marmorkuchen mit Nougatcreme

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3 Gedanken zu „Kuchen retten Teil 1: Marmorkuchen mit Nougatcreme“

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