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Obstkuchen Spezial: Der Zwetschgendatschi oder Zwetschkenkuchen vom Blech

Egal ob du zu den Früchten Zwetschken, Zwetschgen oder Zweschpen (wie die Ötztaler) sagst – der Zwetschgendatschi bzw. Zwetschkenkuchen vom Blech ist ein Klassiker. Ich zeige dir, wie du ihn bäckst.


Letzte Woche haben meine Eltern Herrn Abenteuerkekserl und mich zu Kaffee und Kuchen eingeladen. In der Einladung per Telefon fiel dann der Nachsatz: „Es gibt einen Zwetschgendatschi“. Das klang fast wie ein Beschwörungsspruch oder eine Zauberformel, damit wir die Einladung annehmen. Das hätten wir zwar sowieso getan, aber in diesem Fall wussten wir schon, worauf wir uns freuen konnten.

Zwetschgendatschi (2 von 5)
Zwetschgendatschi bzw. Zwetschkenkuchen vom Blech

Der Zwetschgendatschi ist für mich einer der Kuchen, der in die Kategorie Kindheitserinnerungen gehört. Wir hatten daheim immer Zwetschgenbäume und wenn die Früchte reif waren, wünschte sich mein Papa immer einen Zwetschgendatschi als Kuchen zum Kaffee. Der Datschi sollte dann einen möglichst dünnen Teigboden und einen möglichst dicken Früchtebelag haben.

Zwetschgendatschi (1 von 5)
Zwetschgendatschi bzw. Zwetschkenkuchen vom Blech

Irgendwann hat meine Mama dann sogar begonnen, die entsteinten und halbierten Zwetschgen einzufrieren, damit es den leckeren Kuchen das ganze Jahr über geben konnte. Diesen Tipp kann ich euch also geben – die Zwetschgen zu halbieren, entsteinen und dann einzufrieren – das geht wunderbar.

Einen Tag vor unserer Einladung zum Zwetschgendatschi fragte ich meine Mama, ob ich ihren Zwetschgendatschi fotografieren darf und sie mir das Rezept verrät – damit ich es dann auf meinem Blog teilen kann. Sie sagte zu und als wir ankamen war der Tisch schon schön gedeckt und der Kaffee aufgebrüht. Mama hatte sogar daran gedacht, dass ich noch ein paar Zwetschgen frisch vom Baum als Deko für’s Foto holen kann.

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Zwetschgendatschi bzw. Zwetschkenkuchen vom Blech

Den Blick für das Ästhetische habe ich also vermutlich von ihr. Sie kennt meine Fotos vom Blog und wusste sofort, was gut aussieht und was ich wollte. Fast ohne Worte. Schließlich stand der leckere Kuchen mitsamt dem schönen Kaffeegeschirr (das wird nur zu besonderen Anlässen verwendet) auf dem Tisch in der Stube meiner Eltern. Die Fotos waren schnell gemacht, Mama assistierte mir sogar als Handmodel, also fragte ich noch einmal nach dem Rezept.

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Zwetschgendatschi bzw. Zwetschkenkuchen vom Blech

Wie das bei erfahrenen Bäckerinnen so ist: Es gibt ein Grundrezept, das aber je nach Lust und Laune variiert und verändert wird. Ich gebe also mein bestes, das Rezept originalgetreu wiederzugeben. Denn diesen Kuchen musst du unbedingt nachbacken – wie gesagt: Egal ob du dazu Zwetschgendatschi oder Zwetschkenkuchen vom Blech sagst, schmecken tut er so oder so.

Alles Liebe,

Patricia


Rezept als PDF zum Gratis-Downloaden: Zwetschgendatschi bzw. Zwetschkenkuchen vom Blech (klick)

Tipp vom Abenteuerkekserl:

Für ganz Eilige, Backanfänger oder wenn du keine Lust hast einen Germteig herzustellen: Du kannst auch einen fertigen Blätterteig aus dem Kühlregal verwenden. Dieser Tipp kommt eigentlich von meinem Papa – der hat den Datschi schon mehrfach mit fertigem Blätterteig gebacken und das war auch lecker.

Zwetschgendatschi bzw. Zwetschkenkuchen vom Blech

Zutaten für den Teig (für ein Backblech):

  • 500 g glattes Mehl
  • 30 g Germ
  • 180 ml lauwarme Milch
  • 80 g Butter
  • 2 Eier
  • 50 g Kristallzucker
  • 1 Prise Salz

Für den Belag:

  • 1,5 kg Zwetschgen
  • 50 g Hagelzucker
  • 2-3 EL Mandelblättchen
  • 1/2 TL gemahlener Zimt

Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder sehr gut ausfetten und beiseite stellen. Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Das Mehl in eine Schüssel geben, in die Mitte eine Mulde drücken und den Germ hineinbröckeln. Die lauwarme Milch in die Mulde gießen und vorsichtig mit dem Germ und etwas Mehl vom Rand der Mulde verrühren, bis sich der Germ aufgelöst hat. Diesen Vorteig zudecken und etwa 15 Minuten gehen lassen.

Die Butter schmelzen und zusammen mit dem Zucker und den Eiern sowie dem Salz zum Vorteig geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abgedeckt 30 Minuten gehen lassen.

Inzwischen die Zwetschgen waschen, halbieren und entsteinen. Solltest du sehr große Zwetschgen haben, kannst du sie auch vierteln.

Den Germteig auf die Größe des Backbleches ausrollen, auf das Blech legen und mehrmals mit einer Gabel einstechen. Nun die Zwetschgenspalten eng nebeneinander auf den Teig auflegen. Außerdem sollten sich die Reihen etwas überschneiden. Den Kuchen nochmals 15 Minuten rasten lassen.

Den Datschi mit den Mandelblättchen bestreuen und im heißen Ofen auf mittlerer Schiene für 20-30 Minuten backen.

Dann aus dem Ofen holen und noch warm mit Hagelzucker und Zimt bestreuen.

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Zwetschgendatschi bzw. Zwetschkenkuchen vom Blech

7 Gedanken zu „Obstkuchen Spezial: Der Zwetschgendatschi oder Zwetschkenkuchen vom Blech“

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