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Kardinalschnitte (die Erste)

Zum ersten Mal überhaupt habe ich Kardinalschnitten gebacken. Natürlich teile ich mein Rezept mit dir und verrate, ob mir die Schnitten beim ersten Versuch auch gelungen sind.

Mein Freund liebt sie. Seine Familie auch. Die Kardinalschnitte. Ich muss ehrlich sagen, dass ich nie ein besonders großer Fan von diesem Konditorei-Klassiker war. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Darum wollte ich Herrn Abenteuerkekserl eine Freude machen und die Schnitten für ihn backen. Das kann ja schließlich nicht so schwer sein.

Kardinalschnitten bestehen aus einem Biskuit- und Baiser-Teig, der knusprig und goldbraun gebacken wird. Gefüllt sind sie dann mit einer sahnigen Kaffeecreme. Die einzelnen Komponenten habe ich alle schon mehrmals gemacht, also sollte die Kombination auch kein großes Problem sein.

Wenn ich ein Rezept für den Blog koche bzw. backe und dann fotografiere, habe ich es meist schon mehrmals vorher getestet. Schließlich soll alles gelingen und auf den Fotos dann lecker aussehen. Außerdem ist es mir wichtig, dass die Mengenangaben und die Zubereitung stimmen, damit meine Rezepte auch jedem anderen gelingen.

Aber die Kardinalschnitte war eine Premiere. Und sie ist der Beweis, dass auch einem erfahrenen Bäcker nicht alles immer sofort gelingt. Trotzdem habe ich sie fotografiert, damit du das Ergebnis siehst. Versteh‘ mich jetzt nicht falsch – geschmeckt hat die Kardinalschnitte gut – nur die Konsistenz des Baisers war mehr cremig als knusprig. Auch der Biskuit ist nicht ganz so geworden, wie er soll.

Jedenfalls weiß ich aber, was am Rezept nicht funktioniert hat und darum gebe ich dir Tipps, wie deine Kardinalschnitte perfekt gelingt. Ich wünsche dir viel Spaß beim Nachbacken und BESSERES Gelingen. 😉


 

Kardinalschnitte

Zutaten für ca. 8 Stücke:

Baisermasse:
  • 4 Eiweiß
  • 80 g Zucker
  • 30 g Speisestärke (z.B. Maizena)
Biskuitmasse:
  • 40 g Mehl
  • 1 Ei
  • 2 Dotter
  • 30 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz
Kaffeecreme:
  • 3 Blatt Gelatine
  • 1 EL löslicher Kaffee
  • 2 EL Rum
  • 250 ml Sahne
  • 70 g Staubzucker

 

Den Backofen auf 150°C Heißluft vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und beiseite stellen.

Für die Baisermasse die Eiweiße mit dem Zucker und der Stärke zu cremigem Schnee schlagen. Die Masse beiseite stellen.

02 Eiweiss cremig aufschlagen

 

In einer anderen Schüssel die Biskuitmasse vorbereiten. Dafür das Ei, die Dotter, Zucker, Vanillezucker und Salz sehr schaumig schlagen. Das dauert mit dem Handmixer auf höchster Stufe etwa 5 Minuten. Dann das Mehl darüber sieben und vorsichtig unterheben.

Die Baisermasse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und drei daumendicke Streifen mit einem Abstand von ca. 3 cm auf das Backblech aufdressieren. Etwas mehr Platz lassen und nochmals drei Streifen aufdressieren.

03 Eiweissmasse aufdressieren

Dann die Biskuitmasse in einen Spritzbeutel mit Lochtülle füllen und in die Zwischenräume der Baiserstreifen dressieren. Die beiden Böden mit etwas Staubzucker bestauben und für ca. 25 Minuten backen. Der Baiser sollte knusprig werden und eine goldbraune Farbe bekommen.

Die fertigen Böden aus dem Ofen holen, das Blech auf ein Kuchengitter stellen und die noch heißem Böden mit etwas Kristallzucker bestreuen. Auskühlen lassen.

07 Nach dem Backen

Für die Kaffeecreme die Gelatine nach Packungsanweisung in kaltem Wasser einweichen. Die Sahne mit dem Staubzucker steif schlagen. Inzwischen den Löskaffee zusammen mit dem Rum in einen Topf geben und verrühren, bis der Kaffee sich aufgelöst hat. Die Gelatine ausdrücken und zum Kaffee-Rum-Gemisch geben. Das Ganze vorsichtig erwärmen und so die Gelatine schmelzen. Dann die Kaffeemischung behutsam aber gründlich unter die Sahne heben.

Einen der Böden auf einen Teller legen und mit der Kaffeesahne bestreichen. Den zweiten Boden darauflegen. Die Kardinalschnitte für etwa 6 Stunden kühl stellen. Dann in Stücke schneiden und servieren.

08 Boden mit Creme bestreichen

09 Fertige Schnitte

10 Fertige Kardinalschnitte

 

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